Christine Brendle


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Christine Brendle

Seite aktualisiert 

am 20.06.2011

 

Seit dem 28.02.2003  waren

 

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Rezensionen - Superior

Eher Drama als Thriller und Krimi
Auf dem Cover steht groß "Kriminalroman". Diese Bezeichnung trifft m. E. nicht wirklich zu. Es handelt sich vielmehr um ein Drama mit Thrillerelementen. Der Casting-Wahn einer Boygroup wird aus dem Blickwinkel der Freundin des Leadsängers beschrieben. Beginnend mit einem großartigen Prolog, welcher mehr als nur Böses erahnen lässt, wirkt der 1. Teil des Buches mehr als nur rosarot mit Blümchenmuster. Jedoch schwebt die ganze Zeit die Bedrohung aus dem Prolog über dem Buch, so dass man beim lesen wirklich gemischte Gefühle gegenüber den Personen und der Handlung hat. Die Erzählerin driftet während der Geschichte immer weiter ab. Und das ist so gut geschrieben, dass man wirklich glaubt, hier die Erlebnisse einer 17jährigen geschildert zu bekommen. Hut ab! So glaubwürdig schaffen das nicht viele Autoren. Das ganze endet dann in einem kurzen bösen Ende. Hier wird nichts künstlich aufgebläht. Kurz und schmerzlos wird der endgültige Untergang der Protagonistin geschildert. Das passt. Kein großer Showdown. Hätte auch gar nicht zu dem Roman gepasst.
Royston Vaseys

Auch wenn die Thematik nicht unbedingt was für mich war (Das Buch war ein Geburtstagsgeschenk für meine Freundin), hat es mir aufgrund des Schreibstils doch wirklich gut gefallen. Wie ein glaubwürdiger Erlebnisbericht den man einfach weiterlesen musste, obwohl das Ende seit dem Prolog schon bekannt war. Eine Pflichtlektüre für alle Castingshowfreunde. Und aufgrund der guten Schreibe warte ich schon auf den neuen Roman des Autors, welcher thematisch eher was für mich sein sollte...

 

Hinter den Kulissen
Einige Jahre nach dem blutigen Drama stellt sich Michelle ihrer Vergangenheit und erzählt die Geschichte ihrer großen Liebe zu Jonas. Sie ist damals 17, als sie dem 18jährigen Jonas begegnet. Beide verlieben sich Herz über Kopf ineinander und können sich ein Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen. Jonas träumt insgeheim von einer Karriere als Sänger. Michelle setzt alles daran, ihn bei der Verwirklichung seines Traumes zu unterstützen. Dies bleibt nicht ohne Folgen, denn Jonas schafft es tatsächlich, seinen Traum in die Realität umzusetzen...
Beklemmend und realistisch gelingt es dem Autor Sören Prescher die Geschichte des jungen Liebespaares zu schildern. Durch die Ich-Perspektive von Michelle, begleitet der Leser sie auf der weiteren Entwicklung der Geschehnisse und nimmt teil an ihren Gedanken, dem Grauen und dem Abgrund, dem sie sich nicht entziehen kann. Die Geschehnisse entwickeln eine Eigendynamik, die sich nicht mehr aufhalten lässt, was der Leser direkt zu spüren bekommt.
Der Autor zeigt nicht nur die Geschichte eines Liebespaares auf, sondern auch das daraus resultierende Drama und vor allem die Schattenseiten des Musikbusiness. Die Handlung rund um das Casting-Millieu und die Machenschaften hinter den Kulissen bleiben dabei sehr aktuell. Man denke da nur beispielsweise an "DSDS" (Deutschland sucht den Superstar). Daher dürfte der Roman sicher auch jüngere Leser ansprechen.
dark angel

 

Kann mich den anderen Rezensenten anschließen
... ich bin sonst kein großer Fan von Krimis, jedoch hat mich an diesem Buch der Zusammenhang von Jugendliebe, Musikbusiness und Mord interessiert. Die Geschichte beginnt in einer Disco, nichts unnormales für Teenager. Die Entwicklung von Michelle, die Liebe zu Jonas, der Erfolg von ihm mit der Boygroup und die letztendliche Tragödie wird sehr direkt und ungehemmt geschrieben, so als wäre der Autor hautnah Teil dieses Geschehens gewesen bzw. hätte es selbst einmal miterlebt. Man kann Michelle auf der einen Seite verstehen, auf der anderen merkt man genau, wie sich das ganze zu einem verzweifelten Akt entwickelt und man sich wirklich nur noch fragt, wie das wohl enden mag.
Summer
An manchen Stellen dachte ich mir, dass das ganze ziemlich langweilig wirkt und sich unnötig in die Länge zieht. Weit gefehlt, denn am Ende des Buches viel mir auf, dass dies auf jedenfall zum Spannungsaufbau gehört und der Höhepunkt der Geschichte sonst garnicht so gut wirken würde.
Auf jedenfall auch für Nicht-Krimi-Fans geeignet.

Von mir 5 Sterne und hoffentlich bald mehr vom Autor Sören Prescher.

 

Beklemmende Spannung
Sören Preschers "Superior" ist ein mitreißender Kriminalroman, der genau dort spielt, wo viele junge Menschen heutzutage sein möchten:
"on - stage" und "back - stage".
Der Traum eines jungen Mannes wird Wirklichkeit: er wird ein Star.
Seine Freundin, Michelle, die ihn auf seinem Weg unterstützt hat, wird enttäuscht:
vom Geschäft des Managements, vom Starrummel und vor allem von dem, den sie liebte.
Michelles Charakter, der von Sören Prescher eindringlich und sehr plastisch gezeichnet ist, lässt nur einen Weg für sie zu. Und sie geht ihn, diesen Weg, auch wenn er in namenlosem Grauen enden wird.
Ein knisternd spannender, beklemmender Krimi.

Helmut Stauder

 

Zwei Seelen in einer Brust

Ich mag es, wenn man sich in Büchern verlieren kann und das Lesen ohne Mühe verläuft. Beidem in diesem spannenden Buch gerecht geworden. Die Geschichte der jungen Michelle, die von einer heißblütig Liebenden zur heißblütigen Mörderin wird, wird detalliert, emotional und spannend beschrieben und zeigt wie erschreckend nah sich Liebe und Hass sein können.
Auch die neue Version des Beatles-Klassiker "Help" hätte mich sehr interessiert.
Spads

 

Spannender Thriller aus dem Milieu der Casting-Shows

Sören Preschers neuer Thriller "Superior" erzählt die spannende Geschichte einer enttäuschten Liebe und eines grausamen Rachefeldzugs im Milieu der Casting-Shows. Der Roman beschreibt anfangs noch sehr unschuldig die Liebesgeschichte zweier Jugendlicher. Michelle und Jonas sind glücklich verliebt und alles läuft bestens bis Michelle ihren Freund dazu ermutigt, an einer Casting-Show teilzunehmen. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit gewinnt Jonas und wird über Nacht berühmt als Sänger der Boygroup Superior. Michelle bemerkt immer mehr, wie Jonas sich im Starrummel von ihr entfernt und als sie schließlich erfährt, dass er von seinen Groupies nicht die Finger lässt, sieht sie rot.
Der Roman ist durchweg spannend erzählt aus Sicht der Ich-Erzählerin, die sich im Laufe der Erzählung von einem normalen jungen Mädchen in eine wahnsinnige Mörderin verwandelt und ihre Taten mit einer unglaublichen Kaltblütigkeit beschreibt. Diese interessante psychologische Entwicklung und das sehr realistisch dargestellte Milieu der Casting-Shows sind die Hauptschwerpunkte von "Superior". Aufgrund der aktuellen Bezüge und dürfte der Roman auch für junge Leser sehr interessant sein.
F. S.

 

SUPERIOR
Sören Prescher
Kriminalroman
Albstadt: C.M. Brendle Verlag, 2008.
168 S.
ISBN 978-3-9812497-0-5

Sören Prescher wurde 1978 in Bautzen, Ostsachsen geboren. Seit 2001 lebt er in Franken. Sein erster Kriminalroman „Der letzte Sommer“ erschien 2004 im Verlag Lacrima. „Superior“ ist neben vielen Horror- und Fantasygeschichten sein zweiter publizierter Krimi. Der Autor zielt thematisch in seinen zwei Büchern hauptsächlich auf die Jugend ab. Es sind die 16-20 Jährigen, ihre ersten Liebeserfahrungen, ihre Sehnsüchte, Träume, Illusionen und ihre Naivität aber auch ihr Durchsetzungsvermögen, die ihm den Stoff zu Horrorszenarien geben. Prescher, der nebenbei für das Nürnberger Musik- und Kulturmagazin RCN schreibt, schlachtet in diesem Thriller sein Know-how über die Bildung und Entwicklung einer Boygroup völlig glaubwürdig aus. Man ist sogar versucht über die Teenieband Superior im Internet zu googeln. Erfolglos, natürlich ist alles Fiktion.

Die 17-jährige Michelle steht ein Jahr vor dem Abitur. Mit ihrer Freundin Julia lernt sie Jonas in einer Diskothek kennen. Der hübsche Junge steht kurz vor dem Ende einer Mechanikerlehre und träumt vom großen Glück. Als Michelle eine Casting-Annonce in der Zeitung findet, ändert sich beider Schicksal. Der Roman beginnt mit einem Brief der Täterin an ihre Leser, gestaltet sich also als Nacherzählung und zeigt somit ein all zu reales Bild der beinharten Ausbeutung im Showbusiness: die aufreibenden Proben, die Finanzierung der Produktionen, der Erfolgsdruck, die PR-Maschinerie, die Verzerrungen der Medien, die hysterischen Fans und schließlich der goldene Käfig der Stars und deren moralischer Verfall. Insofern bietet Prescher ein überzeugendes Bild der ins Perverse gehenden Shows wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Starmania“ in Österreich. Leider kommt der Roman bis über die Hälfte eher als Jugendmelodram für junge Leser herüber. Bis es endlich zu blutigen Aktionen kommt, haben Liebhaber dieses Genres jedoch bereits spätestens am Ende des ersten Drittels das Buch gähnend weggelegt. Schade, denn die Suche nach Jugendstars ist in der Tat ein echter Horrortrip!

LitGes, Juli 2009

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