Christine Brendle


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Christine Brendle

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am 20.06.2011

 

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Rezensionen - Die Roccos - Verwandte und andere Geschichten

Selten habe ich mich so amüsiert, wie bei der Lektüre dieses Romans. Ein Buch, das einem so unterhaltsam die Zeit vertreibt und gleichzeitig auf unaufdringliche Weise auch viele Lebensweisheiten vermittelt, empfiehlt man gerne weiter!
Hier die offizielle Buchvorstellung

Einmal im Jahr, genauer gesagt im September, fährt die ganze Familie Rocco nach Sizilien, um den Vorrat an Tomatensoße, den sie übers Jahr benötigt, aufzustocken. Die Roccos bestehen aus Mama Ulla, Papa Leonardo sowie den Kindern Cristina, Francesca und Fabio.
Für Leonardo ist dieser alljährliche Tomatenausflug ungefähr genauso unverzichtbar wie für den gläubigen Moslem  die Pilgerfahrt nach Mekka. Ein richtiger Italiener isst zeit seines Lebens nur die Tomatensoße, die selbst hergestellt wurde, idealerweise von Mama...

Wer sind die Roccos?
Lachend, dann wieder sich die Haare raufend, bewältigt Ulla ihren Job und den alltäglichen Wahnsinn in einem Haushalt mit zwei pubertierenden Töchtern, dem kleinen Kronprinzen Fabio und ihrem sizilianischen Ehemann. Als das Fest der Liebe naht und sich die sizilianische Schwiegermutter nebst Ehemann und Sohn ankündigt, um das Regiment im schwäbisch/italienischen Haushalt der Familie Rocco an sich zu reißen, da prallen Welten aufeinander, Linsen auf Spaghetti, Espresso auf Obstler, denn auch der schwäbischen Verwandtschaft mangelt es nicht an Temperament.


Mein persönlicher Kommentar:

Selten habe ich mich so amüsiert, wie bei der Lektüre dieses Romans! Ich kenne sie gut, die italienischen Eltern, Großeltern, Schwiegereltern und die daran klebenden Onkeln, Tanten, Kusinen und Cousins, mit einem Wort: die berühmt-berüchtigte italienische Großfamilie, die, besonders wenn sie als kompakte Gruppe und unter der Führung der Mama auftreten, eine Macht darstellen, die in Italien von keiner Staatsgewalt beeinträchtigt wird.
Das deutsche Weihnachtsfest ist eine Institution, die von eindeutigen Regeln und Traditionen bestimmt wird. Wenn bei dieser Gelegenheit eine Delegation eben jener italienischen Großfamilie, die genauso von Regeln und Traditionen beherrscht wird - die allerdings oft ziemlich anders sind -, in Schwaben bei einer deutsch-italienischen Familie einfällt, dann können auch schon mal die Funken fliegen.
Aber in diesem köstlich-kurzweiligen Roman stoßen nicht nur die deutsche und die italienische Welt zusammen. Allein schon die deutsche Familie besteht aus einer Vielzahl von Welten: die drei Kinder stellen jedes einzelne für sich ein eigenes Universum dar und versuchen, sich mit Zähnen und Klauen gegen alle anderen zu behaupten. Mutter Ulla muss da alle Register ziehen, mal als Pädagogin und mal als Hauptfeldwebel, um diese Rasselbande im Zaum zu halten.
Dass das alles schließlich nicht in einem großen Chaos, sondern doch in einem versöhnlichen Ende gipfelt, das ist das Verdienst der Liebe und der Sympathie, die letztendlich alle diese so unterschiedlichen Welten füreinander in sich haben.
Und so kann Ulla am Ende befriedigt feststellen: "Egal, was für Unstimmigkeiten und Missverständnisse es auch in dieser Familie gab, am Ende waren sie doch immer füreinander da. Und diese verrückte, einmalige Familie, war die einzige, die sie haben wollte."
Ein Buch, das einem so unterhaltsam die Zeit vertreibt und gleichzeitig auf unaufdringliche Weise auch viele Lebensweisheiten vermittelt, empfiehlt man gerne weiter. Ein wirklich gelungenes Erstwerk der Autorin Ulla Parrinello!
http://www.reise-nach-italien.de/die-roccos.html